Einleitung: Eine Geschäftsidee, die Berlins Straßen veränderte
Wer im Sommer 1855 durch Berlin ging, konnte etwas beobachten, das heute selbstverständlich erscheint: Werbung bekam einen eigenen Platz in der Stadt. Statt an beliebigen Hauswänden, Zäunen und Bäumen zu hängen, sollten Plakate künftig auf eigens dafür errichteten Säulen erscheinen. Diese Veränderung war keineswegs nur eine Frage der Ordnung. Sie schuf einen neuen Markt.
Hinter der Idee stand der Berliner Drucker, Verleger und Unternehmer Ernst Litfaß. Er hatte erkannt, dass die wachsende Menge öffentlicher Ankündigungen ein wirtschaftliches Problem und zugleich eine Geschäftschance darstellte. Theater, Konzertveranstalter, Händler und andere Unternehmen wollten ihre Botschaften sichtbar machen. Die Behörden wollten verhindern, dass die Stadt immer stärker mit Anschlägen überzogen wurde. Litfaß bot beiden Seiten eine Lösung an.
Am 5. Dezember 1854 schloss er mit dem Berliner Polizeipräsidium einen Vertrag über die Aufstellung und Nutzung von 150 Anschlagseinrichtungen. 1855 entstanden 100 neue Säulen; hinzu kamen 50 bereits vorhandene Einrichtungen, die für Plakatierungen genutzt werden sollten. Die erste Säule wurde nach Angaben des Stadtmuseums Berlin am 15. April 1855 an der Ecke Münzstraße und Grenadierstraße aufgestellt. Am 1. Juli 1855 wurde das neue System öffentlich eingeführt (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Die Litfaßsäule entwickelte sich zu einem der bekanntesten deutschen Werbeträger. Ihre Geschichte erzählt jedoch mehr als die Erfindung eines zylindrischen Plakatständers. Sie zeigt, wie aus frei verfügbaren Wandflächen ein organisierter Werbemarkt entstand, warum staatliche Regulierung eine neue Einnahmequelle ermöglichen konnte und weshalb die Kontrolle über öffentliche Sichtbarkeit zu einem wirtschaftlichen Vorteil wurde.
Wer war Ernst Litfaß?
Ernst Theodor Amandus Litfaß wurde 1816 in Berlin geboren. Er gehörte zu einer Generation von Unternehmern, die von den Veränderungen des Druckgewerbes, der städtischen Öffentlichkeit und des wachsenden Unterhaltungsmarktes profitierten.
Seine berufliche Tätigkeit umfasste weit mehr als das Aufstellen von Plakatsäulen. Litfaß war Drucker, Verleger und Organisator verschiedener Publikationen. Er beschäftigte sich mit der Herstellung und Verbreitung gedruckter Informationen und erkannte früh die wirtschaftlichen Möglichkeiten öffentlichkeitswirksamer Kommunikation.
1845 übernahm er den Familienbetrieb und entwickelte ihn weiter. Dabei investierte er in neue Drucktechniken und vergrößerte die Möglichkeiten zur Herstellung von Werbematerialien. Das Stadtmuseum Berlin beschreibt, wie er seine unternehmerischen Aktivitäten zunehmend auf Werbung und öffentliche Bekanntmachungen ausrichtete (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Litfaß war damit kein zufälliger Erfinder, der lediglich eine neue Straßenmöblierung entwarf. Er kannte sowohl die technische Herstellung gedruckter Botschaften als auch die Bedürfnisse von Veranstaltern und anderen Anzeigenkunden.
Gerade diese Verbindung erklärt seinen späteren Erfolg. Wer Plakate herstellen, Werbekunden gewinnen und ihre Botschaften auf geeigneten Flächen veröffentlichen konnte, kontrollierte mehrere Stufen derselben Wertschöpfungskette.
Berlin vor der Litfaßsäule: Eine Stadt voller Plakate
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderte sich Berlin grundlegend. Die Stadt wuchs, das wirtschaftliche Leben entwickelte sich und das öffentliche Unterhaltungsangebot wurde vielfältiger.
Theater, Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen konkurrierten um Besucher. Unternehmen mussten ihre Angebote bekannt machen. Gedruckte Anschläge waren dafür ein naheliegendes Mittel.
Doch es gab noch kein flächendeckend organisiertes System öffentlicher Werbeflächen.
Plakate wurden an Hauswänden, Zäunen und Bäumen befestigt. Auch andere geeignete Flächen wurden genutzt. War eine Wand bereits vollständig beklebt, konnte ein neues Plakat über ein älteres geklebt werden.
Dadurch entstand ein Problem für alle Beteiligten.
Hausbesitzer und Behörden störten sich an der ungeordneten Plakatierung. Werbetreibende konnten nicht sicher sein, wie lange ihre Anzeigen sichtbar blieben. Passanten sahen sich mit einer wachsenden Zahl konkurrierender Botschaften konfrontiert.
Das Stadtmuseum Berlin beschreibt diese Situation als einen wesentlichen Ausgangspunkt für Litfaß‘ Geschäftsmodell (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Die entscheidende Neuerung bestand deshalb nicht einfach darin, eine zusätzliche Fläche zu schaffen. Litfaß wollte die vorhandene Nachfrage nach öffentlicher Werbung in ein geregeltes System überführen.
Gab es Werbesäulen schon vor Ernst Litfaß?
Die häufige Behauptung, Ernst Litfaß habe die erste Werbesäule überhaupt erfunden, ist historisch zu ungenau.
Öffentliche Bekanntmachungen wurden bereits lange vor dem 19. Jahrhundert auf dafür geeigneten Flächen angebracht. Auch die Verwendung freistehender Einrichtungen als Träger öffentlicher Informationen war nicht völlig neu.
Besonders wichtig sind Vorläufer aus Paris.
Dort wurden bereits 1839 sogenannte colonnes moresques eingeführt. Diese Einrichtungen verbanden öffentliche Anschlagflächen mit städtischen Bedürfnisanstalten. Bekanntmachungen konnten an äußeren Flächen angebracht werden, während das Innere eine andere Funktion erfüllte.
Die französische Organisation Fédération Patrimoine-Environnement beschreibt diese Entwicklung als unmittelbare Vorgeschichte der späteren Pariser Morris-Säulen (Fédération Patrimoine-Environnement, 2019).
Damit ist nachweisbar, dass organisierte städtische Anschlagseinrichtungen bereits vor den Berliner Litfaßsäulen existierten.
Auch in London gab es ältere Formen öffentlicher Anschlagkonstruktionen. Die Quellenlage zu einzelnen frühen mobilen Säulen ist jedoch weniger eindeutig. Ohne belastbaren zeitgenössischen Nachweis sollte deshalb keine bestimmte Londoner Konstruktion als die weltweit erste Werbesäule bezeichnet werden.
Das Stadtmuseum Berlin geht davon aus, dass Litfaß auf Reisen nach London und Paris entsprechende Vorläufer kennengelernt haben dürfte (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Seine eigentliche Innovation lag somit in der systematischen Einführung und wirtschaftlichen Organisation eines solchen Mediums in Berlin.
Die Pariser Vorläufer von 1839
Die Pariser colonnes moresques verdeutlichen, dass Außenwerbung im 19. Jahrhundert eng mit Stadtplanung verbunden war.
Die französische Hauptstadt suchte nach Möglichkeiten, öffentliche Anschläge zu ordnen. Gleichzeitig entstanden neue Einrichtungen für den städtischen Alltag.
Die Verbindung von Anschlagfläche und Bedürfnisanstalt war eine pragmatische Lösung. Eine vorhandene Konstruktion konnte mehrere Funktionen erfüllen.
Allerdings brachte diese Kombination auch Nachteile mit sich.
Werbeflächen an sanitären Einrichtungen waren nicht unbedingt die attraktivsten Orte für kulturelle Ankündigungen. Die spätere Entwicklung in Paris führte deshalb zu eigenständigen Plakatsäulen.
1868 erhielten Richard und Richard-Gabriel Morris eine Konzession für entsprechende Einrichtungen. Daraus entstand die berühmte colonne Morris, die bis heute zum Pariser Stadtbild gehört (Fédération Patrimoine-Environnement, 2019).
Die Entwicklung zeigt eine interessante Wechselwirkung: Berlin übernahm und systematisierte frühere Ideen; Paris entwickelte anschließend eine eigene, stärker auf Kulturwerbung ausgerichtete Form der Plakatsäule.
Die Geschichte der Litfaßsäule ist deshalb Teil eines europäischen Innovationsprozesses und nicht ausschließlich eine isolierte Berliner Erfindung.
Ernst Litfaß und die wirtschaftliche Bedeutung des Druckgewerbes
Um Litfaß‘ Erfolg zu verstehen, muss man sein ursprüngliches Geschäft betrachten.
Er war Drucker und Verleger. Seine wirtschaftlichen Möglichkeiten hingen davon ab, dass Menschen gedruckte Informationen benötigten.
Werbeplakate waren für einen solchen Unternehmer besonders interessant. Ihre Herstellung erzeugte Druckaufträge, und ihre Verbreitung konnte zusätzliche Einnahmen schaffen.
Litfaß erkannte, dass die bloße Produktion von Drucksachen nur einen Teil des Geschäfts darstellte.
Ein Kunde, der ein Plakat drucken ließ, benötigte anschließend eine Möglichkeit, es öffentlich sichtbar zu machen.
Wurde diese Dienstleistung ebenfalls vom Druckunternehmen angeboten, entstand ein umfassenderes Geschäftsmodell.
Aus heutiger Sicht erinnert diese Verbindung an vertikal integrierte Medienunternehmen. Litfaß konnte Druckleistungen mit dem Zugang zu Werbeflächen verbinden.
Die Bezeichnung ist eine moderne wirtschaftshistorische Einordnung. Sie bedeutet nicht, dass Litfaß bereits mit den Begriffen heutiger Marketing- und Medienökonomie arbeitete.
Ein Riesenplakat aus dem Jahr 1849
Bereits vor der Einführung seiner Säulen experimentierte Litfaß mit außergewöhnlichen Werbeformaten.
Das Stadtmuseum Berlin berichtet, dass er 1849 im Zusammenhang mit der Berliner Industrieausstellung ein großformatiges Plakat von ungefähr sechs mal zehn Metern herstellen ließ (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Dieses Beispiel ist für die Geschichte der Außenwerbung besonders bemerkenswert.
Es zeigt, dass Litfaß nicht erst mit der Anschlagsäule begann, die Wirkung großformatiger Werbebotschaften zu erforschen.
Ein solches Plakat stellte erhebliche Anforderungen an Drucktechnik, Material und Montage.
Seine Größe ermöglichte eine auffällige Darstellung im öffentlichen Raum.
Die Industrieausstellung bot dafür einen passenden Anlass. Solche Veranstaltungen waren darauf angewiesen, Aufmerksamkeit für wirtschaftliche Leistungen, Produkte und technische Neuerungen zu erzeugen.
Das Riesenplakat von 1849 verbindet deshalb die Geschichte des Ausstellungswesens mit der Entwicklung moderner Werbemedien.
Der Tages-Telegraph von 1851
Ein weiterer Hinweis auf Litfaß‘ Verständnis öffentlicher Kommunikation ist der von ihm 1851 gegründete Tages-Telegraph.
Das Stadtmuseum Berlin beschreibt diese Publikation als ein frühes Berliner Stadtmagazin mit Hinweisen auf Theater, Konzerte, Vergnügungen und gastronomische Angebote (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Die wirtschaftliche Bedeutung einer solchen Veröffentlichung lag in ihrer Verbindung von Information und kommerzieller Aufmerksamkeit.
Wer erfahren wollte, welche Veranstaltungen in der Stadt stattfanden, erhielt zugleich Hinweise auf entsprechende Anbieter.
Die Publikation richtete sich damit an ein Publikum, das konkrete Freizeit- und Konsumentscheidungen treffen konnte.
Litfaß bewegte sich bereits vor 1855 zwischen mehreren Medienformen.
Er produzierte gedruckte Werbung, veröffentlichte Veranstaltungshinweise und entwickelte schließlich eine Infrastruktur für öffentliche Plakatierung.
Die Litfaßsäule war damit nicht der Beginn seiner Beschäftigung mit Werbung, sondern ein weiterer Schritt innerhalb einer längerfristigen unternehmerischen Entwicklung.
Die Konzession vom 5. Dezember 1854
Den entscheidenden Durchbruch brachte eine Vereinbarung mit dem Berliner Polizeipräsidium.
Am 5. Dezember 1854 erhielt Litfaß die Konzession, 150 Anschlagseinrichtungen aufzustellen beziehungsweise zu nutzen.
Der Vertrag war zunächst auf 15 Jahre angelegt.
Nach Ablauf dieser Zeit sollten die Einrichtungen an das Polizeipräsidium übergehen.
Litfaß erhielt zugleich das Recht, für private Anschläge Gebühren zu erheben.
Das Stadtmuseum Berlin dokumentiert diese Vereinbarung und ihre wirtschaftlichen sowie politischen Folgen (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Der Vertrag war deshalb bemerkenswert, weil er einem privaten Unternehmer einen besonderen Zugang zum öffentlichen Raum verschaffte.
Die Stadt beziehungsweise die Polizeibehörde stellte die rechtlichen Rahmenbedingungen bereit.
Litfaß übernahm die wirtschaftliche Organisation.
Werbetreibende erhielten eine legale Möglichkeit zur Veröffentlichung ihrer Anzeigen.
Die öffentliche Hand gewann mehr Kontrolle über die Plakatierung.
Das Modell verband somit private Einnahmen mit einem ordnungspolitischen Ziel.
Waren die Litfaßsäulen für Werbetreibende kostenlos?
Eine häufige Fehlinterpretation besteht darin, die Litfaßsäule als kostenlose Werbefläche zu beschreiben.
Tatsächlich beruhte das Geschäftsmodell gerade auf der Möglichkeit, Gebühren für private Anzeigen zu erheben.
Der Vertrag von 1854 gewährte Litfaß ausdrücklich entsprechende Einnahmerechte.
Für gewerbliche Werbetreibende war die Fläche deshalb grundsätzlich kein frei nutzbarer öffentlicher Raum.
Vielmehr handelte es sich um eine regulierte Werbemöglichkeit, deren Nutzung bezahlt werden musste.
Die Unterscheidung ist marketinghistorisch wichtig.
Litfaß stellte nicht einfach Platz zur Verfügung.
Er verkaufte die Möglichkeit, eine Botschaft an einem geeigneten Standort unter bestimmten Bedingungen sichtbar zu machen.
Die öffentliche Zugänglichkeit der Säule bedeutete also nicht, dass die Veröffentlichung privater Werbung kostenlos war.
Die erste Litfaßsäule von 1855
Nach Angaben des Stadtmuseums Berlin wurde die erste Litfaßsäule am 15. April 1855 an der Ecke Münzstraße und Grenadierstraße errichtet. Die Grenadierstraße trägt heute den Namen Almstadtstraße (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Der Standort lag im damaligen Berliner Stadtgebiet und gehörte zu den Bereichen, in denen sich öffentliches Leben und geschäftliche Aktivitäten konzentrierten.
Die neue Säule war als dauerhafte Einrichtung gedacht.
Ihre zylindrische Form bot mehrere Vorteile.
Plakate konnten rund um die Säule angebracht werden.
Die Werbefläche war von verschiedenen Seiten sichtbar.
Anders als bei einer flachen Wand gab es keine einzelne bevorzugte Betrachtungsrichtung.
Die Säule konnte außerdem an öffentlichen Plätzen und Straßenkreuzungen aufgestellt werden, ohne unmittelbar auf eine private Hausfassade angewiesen zu sein.
Damit entstand eine eigenständige Werbefläche im öffentlichen Raum.
Der 1. Juli 1855: Eine öffentliche Einführung mit großer Wirkung
Am 1. Juli 1855 wurde das neue System feierlich eingeführt.
Zu diesem Zeitpunkt standen in Berlin 100 neue Anschlagsäulen zur Verfügung. Zusätzlich wurden 50 bereits vorhandene Einrichtungen als Anschlagflächen einbezogen.
Die historische Allgemeine Deutsche Biographie beschreibt die Einführung als ein öffentliches Ereignis, das Litfaß große Aufmerksamkeit verschaffte (ADB, 1883).
Die Inszenierung war aus wirtschaftlicher Sicht besonders wirkungsvoll.
Litfaß musste nicht nur Werbekunden von der neuen Dienstleistung überzeugen.
Er musste auch dafür sorgen, dass die Berliner Bevölkerung die Säulen als normalen Bestandteil des Stadtbildes akzeptierte.
Eine öffentliche Feier konnte die Bekanntheit des neuen Mediums steigern.
Sie konnte zudem signalisieren, dass die Einrichtungen behördlich genehmigt und dauerhaft vorgesehen waren.
Aus heutiger Perspektive lässt sich diese Einführung als frühe Form einer öffentlichkeitswirksamen Produkteinführung interpretieren.
Warum 150 Einrichtungen nicht 150 neu gebaute Säulen bedeuteten
Die Zahl 150 wird in Darstellungen der Litfaßsäule häufig missverstanden.
Sie bezeichnete die zunächst genehmigten Anschlagseinrichtungen.
Nicht alle wurden als vollständig neue zylindrische Säulen errichtet.
Tatsächlich entstanden 100 neue Säulen. Weitere 50 Anschlagmöglichkeiten wurden durch die Nutzung beziehungsweise Verkleidung bereits vorhandener Einrichtungen geschaffen.
Diese Unterscheidung wird durch die historische Biografie und die Berliner Museumsquellen gestützt (ADB, 1883; Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich historische Zahlen im Laufe der Zeit vereinfachen können.
Wer lediglich von 150 neuen Litfaßsäulen spricht, vermittelt einen ungenauen Eindruck vom ursprünglichen Ausbau.
Die tatsächliche Lösung war wirtschaftlich pragmatischer.
Litfaß kombinierte Neubauten mit der zusätzlichen Nutzung vorhandener städtischer Infrastruktur.
Die Litfaßsäule als neues Geschäftsmodell
Die eigentliche Bedeutung der Litfaßsäule liegt in der Organisation von Werbeflächen.
Vor ihrer Einführung konnten Anzeigen an unterschiedlichen Orten angebracht werden, häufig ohne verlässliche Regeln.
Mit dem neuen System entstand ein zentral organisierter Zugang zu bestimmten Standorten.
Ein Werbetreibender musste nicht selbst nach einer geeigneten Wand suchen.
Er konnte die Veröffentlichung seiner Anzeige über einen spezialisierten Anbieter abwickeln.
Für Litfaß ergaben sich dadurch wiederkehrende Einnahmemöglichkeiten.
Die Werbeflächen blieben bestehen und konnten immer wieder neu belegt werden.
Anders als ein einmalig verkauftes Druckerzeugnis konnte eine Anschlagsäule über viele Jahre wirtschaftlich genutzt werden.
Darin liegt ein grundlegender Unterschied zwischen der Herstellung eines Werbemittels und dem Betrieb eines Werbemediums.
Litfaß verband beide Tätigkeiten.
Die wirtschaftliche Bedeutung eines Monopols
Die Konzession gewährte Litfaß eine besonders starke Marktstellung.
Andere Anbieter konnten nicht ohne Weiteres ein gleichwertiges System genehmigter Anschlagflächen aufbauen.
Dadurch verfügte Litfaß über einen weitgehend exklusiven Zugang zu einem wichtigen Teil des Berliner Werbemarktes.
Das Stadtmuseum Berlin beschreibt die wirtschaftlichen Vorteile dieses beinahe monopolartigen Geschäftsmodells ausdrücklich (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Für die Bewertung ist wichtig, zwischen dem damaligen Konzessionsrecht und heutigen wettbewerbsrechtlichen Begriffen zu unterscheiden.
Die exklusive Berechtigung war Teil eines behördlich genehmigten Systems.
Sie entstand nicht allein durch wirtschaftlichen Wettbewerb.
Die öffentliche Hand ermöglichte damit einem privaten Unternehmen eine besondere Stellung.
Das Geschäftsmodell zeigt, wie eng Außenwerbung, städtische Regulierung und private Einnahmen miteinander verbunden sein konnten.
Warum Werbekunden von der Regulierung profitierten
Die neue Ordnung hatte nicht nur Vorteile für Litfaß und die Behörden.
Auch Anzeigenkunden konnten profitieren.
Beim ungeordneten Plakatieren bestand das Risiko, dass eine Anzeige schnell überklebt oder entfernt wurde.
Eine zentral verwaltete Anschlagfläche versprach mehr Verlässlichkeit.
Die Dokumentensammlung German History in Documents and Images betont, dass Werbekunden auf die Sichtbarkeit ihrer Anzeigen während des vereinbarten Zeitraums vertrauen konnten (GHDI, o. J.).
Damit wurde nicht allein eine Fläche verkauft.
Der Anbieter versprach auch eine bestimmte Qualität der Werbeleistung.
Aus heutiger Sicht lässt sich darin ein früher Schritt zur Standardisierung von Werbedienstleistungen erkennen.
Die Leistung bestand nicht nur im Anbringen eines Plakats.
Sie umfasste die organisierte Veröffentlichung an einem vorgesehenen Standort.
Die Litfaßsäule als Instrument staatlicher Kontrolle
Die Geschichte der Litfaßsäule besitzt auch eine politische Dimension.
Die Berliner Behörden wollten nicht nur das Stadtbild ordnen.
Sie erhielten durch das neue System zusätzliche Möglichkeiten, öffentliche Anschläge zu kontrollieren.
Das Stadtmuseum Berlin berichtet, dass Litfaß einen Anschlaginspektor beschäftigte, der die Säulen regelmäßig überprüfte (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Eine zentralisierte Plakatierung erleichterte die Überwachung der veröffentlichten Inhalte.
Während beim wilden Plakatieren viele unterschiedliche Flächen genutzt wurden, konzentrierten sich die Botschaften nun auf festgelegte Standorte.
Dadurch wurde es einfacher, unerwünschte Veröffentlichungen zu entdecken und zu entfernen.
Die Litfaßsäule war somit zugleich Werbemedium und Bestandteil der damaligen Ordnungspolitik.
Werbung, Öffentlichkeit und Zensur
Die politische Bedeutung der Anschlagsäulen darf nicht unterschätzt werden.
Im Preußen des 19. Jahrhunderts waren öffentliche Kommunikation und politische Meinungsäußerung staatlichen Beschränkungen unterworfen.
Eine zentral organisierte Infrastruktur konnte die Veröffentlichung von Informationen erleichtern.
Sie konnte aber auch deren Kontrolle verstärken.
Die German History in Documents and Images dokumentiert diesen Zusammenhang ausdrücklich und beschreibt die Möglichkeit behördlicher Vorabkontrolle als einen Vorteil des Systems aus Sicht der Obrigkeit (GHDI, o. J.).
Damit zeigt die Litfaßsäule eine grundlegende Spannung der Mediengeschichte.
Eine technische und organisatorische Verbesserung der Kommunikation kann gleichzeitig neue Möglichkeiten wirtschaftlicher Nutzung und politischer Kontrolle schaffen.
Warum die Litfaßsäule mehr als ein Plakatständer war
Die Säule erfüllte mehrere Funktionen.
Sie war ein Werbeträger für private Unternehmen.
Sie diente der Bekanntmachung von Veranstaltungen.
Sie konnte öffentliche Informationen verbreiten.
Und sie war Teil einer städtischen Infrastruktur, deren Nutzung geregelt wurde.
Diese Kombination machte sie wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsam.
Das Modell beruhte auf einer Verbindung von Aufmerksamkeit, Standort und Zugangskontrolle.
Die Säule stand im öffentlichen Raum.
Doch über ihre Werbefläche konnte nicht beliebig verfügt werden.
Die Nutzung war an organisatorische und wirtschaftliche Bedingungen geknüpft.
Damit wurde öffentliche Sichtbarkeit zu einer vermarktbaren Dienstleistung.
Die Bedeutung der Standortwahl
Litfaß wollte seine Säulen an belebten Straßen und Plätzen aufstellen.
Das war wirtschaftlich sinnvoll.
Eine Werbefläche ist für Anzeigenkunden vor allem dann interessant, wenn sie von potenziellen Kunden wahrgenommen wird.
Die Standortwahl beeinflusst daher den möglichen Werbeerfolg.
An einer viel genutzten Kreuzung können mehr Menschen vorbeikommen als an einer wenig frequentierten Nebenstraße.
Die zylindrische Bauform erleichtert zudem die Wahrnehmung aus unterschiedlichen Richtungen.
Das Stadtmuseum Berlin beschreibt ausdrücklich, dass Litfaß geeignete, stark frequentierte Orte für seine Anschlagsäulen auswählte (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Damit gehörte die Standortplanung von Beginn an zum wirtschaftlichen Konzept.
Die Verbindung von Druckerei und Werbefläche
Litfaß konnte von mehreren Stufen des Werbeprozesses profitieren.
Zunächst benötigten Unternehmen gedruckte Anzeigen.
Anschließend mussten diese Anzeigen öffentlich angebracht werden.
Schließlich war eine regelmäßige Kontrolle der Werbeflächen erforderlich.
Durch die Verbindung dieser Tätigkeiten entstand ein umfassenderes Dienstleistungsangebot.
Die technische Herstellung und die öffentliche Verbreitung waren nicht mehr vollständig voneinander getrennt.
Das war für Anzeigenkunden praktisch.
Sie konnten auf einen Anbieter zurückgreifen, der sowohl das Druckgewerbe als auch die Organisation öffentlicher Werbung verstand.
Aus heutiger Sicht zeigt dieses Geschäftsmodell frühe Eigenschaften integrierter Werbedienstleistungen.
Theater, Konzerte und die Bedeutung der Kulturwerbung
Die Litfaßsäule entwickelte sich zu einem wichtigen Medium für kulturelle Veranstaltungen.
Theater, Konzerte und andere Unterhaltungsangebote waren auf öffentliche Bekanntmachungen angewiesen.
Ihre Veranstalter mussten Menschen zu bestimmten Zeiten an bestimmte Orte bringen.
Eine Anschlagsäule konnte entsprechende Informationen gut sichtbar präsentieren.
Die Verbindung zwischen Litfaß und dem Unterhaltungsmarkt war bereits vor 1855 vorhanden.
Sein Tages-Telegraph berichtete über kulturelle Angebote und Freizeitveranstaltungen.
Später nutzte er auch die Plakatsäulen zur Verbreitung solcher Ankündigungen.
Damit entstand eine enge Verbindung zwischen dem Kulturmarkt und dem neuen Werbemedium.
Ernst Renz und die Finanzierung der frühen Säulen
Ein bemerkenswerter Aspekt der Entstehungsgeschichte ist die Verbindung zum Berliner Zirkusunternehmer Ernst Renz.
Die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe berichtet, dass Renz die Finanzierung der ersten Berliner Säulen übernahm (Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe, o. J.).
Diese Angabe ist wirtschaftshistorisch besonders interessant.
Ein Zirkusunternehmen gehörte zu den Branchen, die stark von öffentlicher Werbung profitierten.
Die Finanzierung einer neuen Werbeinfrastruktur durch einen Akteur aus der Unterhaltungswirtschaft wäre deshalb ein plausibles Beispiel für die Verbindung zwischen Medienentwicklung und Nachfrage.
Allerdings sollte diese Finanzierungsangabe nicht ohne zusätzliche archivalische Prüfung zu einer detaillierten Beteiligungs- oder Eigentumsgeschichte erweitert werden.
Die verfügbaren Quellen belegen nicht automatisch, welche vertraglichen Gegenleistungen Renz erhielt.
Die farbige Plakatwerbung von 1869
Litfaß beschäftigte sich weiterhin mit neuen Drucktechniken.
1869 entstand im Zusammenhang mit einer Aufführung der siamesischen Zwillinge im Zirkus Renz ein besonders bemerkenswertes Werbeplakat.
Das Stadtmuseum Berlin bezeichnet es als das erste in Berlin gedruckte farbige Plakat und berichtet, dass Litfaß dafür ein eigenes Atelier für Buntdruck einrichtete (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Die Aussage bezieht sich ausdrücklich auf Berlin.
Sie sollte nicht zu der Behauptung erweitert werden, Litfaß habe 1869 das erste farbige Werbeplakat der Welt hergestellt.
Farbige Drucktechniken und entsprechende Experimente existierten bereits früher.
Die Bedeutung des Beispiels liegt vielmehr in der Weiterentwicklung der Berliner Werbeproduktion.
Es zeigt, dass Litfaß neben der Organisation von Werbeflächen auch die grafische Wirkung der Werbemittel verbessern wollte.
Vom Anschlagzettel zur visuellen Werbegestaltung
Die Entwicklung farbiger Plakate veränderte die Möglichkeiten der Außenwerbung.
Textbasierte Ankündigungen konnten durch auffällige Illustrationen ergänzt werden.
Farben halfen dabei, Botschaften aus der Umgebung hervorzuheben.
Besonders für Theater- und Zirkusveranstaltungen waren solche Gestaltungsmöglichkeiten attraktiv.
Ein Plakat konnte nicht nur Datum und Veranstaltungsort mitteilen.
Es konnte auch einen Eindruck von der beworbenen Aufführung vermitteln.
Die Litfaßsäule bot dafür eine wiederkehrende öffentliche Präsentationsfläche.
Damit ergänzten sich die Entwicklung der Drucktechnik und die Organisation des Werbeträgermarktes.
Litfaß und die Professionalisierung des Werbemarktes
Aus marketinghistorischer Perspektive lassen sich an Litfaß‘ Unternehmen mehrere grundlegende Entwicklungen erkennen.
Die Werbefläche wurde zu einer wirtschaftlich bewertbaren Ressource.
Die Veröffentlichung von Anzeigen wurde als Dienstleistung organisiert.
Die Standortwahl gewann an Bedeutung.
Die Sichtbarkeit während eines vereinbarten Zeitraums wurde zu einem Leistungsmerkmal.
Und die öffentliche Hand beeinflusste durch Konzessionen und Regulierung die Struktur des Marktes.
Diese Merkmale erinnern an spätere Geschäftsmodelle der Außenwerbung.
Allerdings ist Vorsicht bei modernen Begriffen geboten.
Litfaß verwendete keine heutigen Kennzahlen wie Reichweite, Tausenderkontaktpreis oder Return on Advertising Spend.
Sein Geschäftsmodell kann mit solchen Kategorien analysiert werden, sollte aber nicht so dargestellt werden, als seien die modernen Methoden bereits vollständig vorhanden gewesen.
Die internationale Verbreitung der Werbesäule
Die Litfaßsäule blieb kein ausschließlich Berliner Phänomen.
Ähnliche Werbeträger verbreiteten sich in weiteren deutschen Städten und im europäischen Ausland.
Besonders bekannt wurde die französische colonne Morris.
Die 1868 eingeführten Pariser Säulen wurden zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes.
Der Außenwerbeanbieter JCDecaux beschreibt die historische Entwicklung der Morris-Säule und ihre fortdauernde Nutzung als Werbeträger (JCDecaux, 2014).
Die internationale Entwicklung zeigt, dass die Grundidee an unterschiedliche städtische Bedürfnisse angepasst werden konnte.
Die Bauformen unterschieden sich.
Auch die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren nicht überall gleich.
Gemeinsam war jedoch die Nutzung eigens vorgesehener öffentlicher Flächen zur Verbreitung gedruckter Werbung.
Die Morris-Säule in Paris
Die französische Morris-Säule ist ein besonders interessantes Vergleichsbeispiel.
Sie entstand nicht als einfache Kopie der Berliner Konstruktion.
Vielmehr verband sie ältere Pariser Vorläufer mit der Weiterentwicklung eigenständiger Anschlagflächen.
Die Morris-Säulen wurden vor allem mit der Werbung für kulturelle Veranstaltungen verbunden.
Ihre charakteristische Gestaltung machte sie zu einem wiedererkennbaren Bestandteil des Pariser Stadtbildes.
Die Fédération Patrimoine-Environnement dokumentiert die Entwicklung von den colonnes moresques des Jahres 1839 bis zur Konzession für die Familie Morris im Jahr 1868 (Fédération Patrimoine-Environnement, 2019).
Damit lässt sich eine wichtige historische Schlussfolgerung ziehen.
Die Entwicklung der Werbesäule verlief nicht geradlinig von einer einzigen Erfindung zu internationalen Nachahmungen.
Sie war vielmehr ein Prozess wechselseitiger Anregungen, lokaler Anpassungen und unterschiedlicher wirtschaftlicher Lösungen.
Litfaßsäulen im 20. Jahrhundert
Auch nach dem Tod von Ernst Litfaß im Jahr 1874 blieben die nach ihm benannten Säulen im deutschen Stadtbild präsent.
Sie wurden weiterhin für Werbung, Veranstaltungen und öffentliche Bekanntmachungen genutzt.
Im Laufe der Zeit veränderten sich Materialien und Bauformen.
Das Stadtmuseum Berlin dokumentiert historische Beispiele aus unterschiedlichen Jahrzehnten, darunter Fotografien von Plakatklebern und Säulen im frühen 20. Jahrhundert (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Die Litfaßsäule wurde damit zu einem langlebigen Bestandteil der städtischen Kommunikationsinfrastruktur.
Ihre Funktion blieb auch dann erhalten, als andere Werbemedien hinzukamen.
Zeitungen, Radio, Fernsehen und später digitale Medien veränderten die Werbelandschaft.
Die Litfaßsäule blieb jedoch als sichtbarer Werbeträger im öffentlichen Raum bestehen.
Die Litfaßsäule als historisches Stadtmöbel
Heute besitzt die Litfaßsäule nicht nur einen werbewirtschaftlichen, sondern auch einen kulturhistorischen Wert.
Historische Exemplare dokumentieren frühere Formen der Stadtgestaltung.
Ihre Materialien, Proportionen und Gestaltung spiegeln unterschiedliche Epochen wider.
Das Stadtmuseum Berlin berichtet, dass viele ältere Säulen inzwischen abgebaut oder durch neue Modelle ersetzt wurden (Stadtmuseum Berlin, o. J.).
Dadurch gewinnt die Erhaltung historischer Exemplare an Bedeutung.
Eine Litfaßsäule kann heute zugleich Werbeträger und Denkmal der Mediengeschichte sein.
Sie erinnert an eine Zeit, in der die Organisation öffentlicher Plakatflächen eine bedeutende Innovation darstellte.
Was die Litfaßsäule über die Geschichte des Marketings verrät
Die Geschichte von Ernst Litfaß zeigt, dass Marketinginnovationen nicht ausschließlich aus neuen Produkten oder Werbebotschaften entstehen.
Manchmal verändert sich vor allem die Infrastruktur, über die Werbung verbreitet wird.
Litfaß entwickelte kein völlig neues Bedürfnis.
Unternehmen wollten bereits vorher öffentlich werben.
Auch gedruckte Plakate waren längst bekannt.
Die Innovation bestand darin, diese vorhandene Nachfrage durch ein organisiertes, rechtlich abgesichertes und wirtschaftlich verwertbares System zu bedienen.
Darin liegt der eigentliche Beitrag der Litfaßsäule zur Marketinggeschichte.
Sie veränderte die Bedingungen, unter denen Werbung im öffentlichen Raum stattfinden konnte.
Fazit: Ernst Litfaß und die Entstehung organisierter Außenwerbung
Ernst Litfaß erfand nicht die öffentliche Werbung und auch nicht jede Form der Anschlagsäule.
Bereits vor 1855 gab es öffentliche Plakatflächen und städtische Vorläufer, insbesondere in Paris.
Seine Leistung bestand darin, in Berlin ein dauerhaftes System genehmigter und kommerziell verwalteter Werbeflächen einzuführen.
Der Vertrag vom 5. Dezember 1854 bildete dafür die rechtliche Grundlage.
1855 entstanden 100 neue Säulen und 50 zusätzliche Anschlagmöglichkeiten an vorhandenen Einrichtungen.
Litfaß verband Druckgewerbe, Werbung, Standortwahl und öffentliche Regulierung zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell.
Die Litfaßsäule wurde damit zu einem wichtigen Meilenstein der professionellen Außenwerbung.
Ihre Geschichte zeigt zugleich, dass Werbemedien niemals nur technische Erfindungen sind.
Sie entstehen im Zusammenspiel von wirtschaftlichen Interessen, gesellschaftlichen Bedürfnissen und politischen Rahmenbedingungen.
Literaturverzeichnis
ADB (1883) ‚Litfaß, Ernst‘, Allgemeine Deutsche Biographie. Verfügbar unter: https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Litfa%C3%9F (Zugriff: 12. Oktober 2026).
Fédération Patrimoine-Environnement (2019) ‚550 colonnes Morris vont être changées à Paris‘. Verfügbar unter: https://www.patrimoine-environnement.fr/550-colonnes-morris-vont-etre-changees-a-paris/ (Zugriff: 12. Oktober 2026).
German History in Documents and Images (GHDI) (o. J.) ‚Eine der ersten Plakatsäulen von Ernst Litfaß in Berlin (ca. 1860)‘. Verfügbar unter: https://germanhistorydocs.org/de/vom-vormaerz-bis-zur-preussischen-vorherrschaft-1815-1866/eine-der-ersten-plakatsaeulen-von-ernst-litfass-in-berlin-um-1860 (Zugriff: 12. Oktober 2026).
JCDecaux (2014) ‚La colonne Morris: un support publicitaire historique et mythique‘. Verfügbar unter: https://www.jcdecaux.com/fr/blog/la-colonne-morris-un-support-publicitaire-historique-et-mythique (Zugriff: 12. Oktober 2026).
Stadtmuseum Berlin (o. J.) ‚Ernst Litfaß‘. Verfügbar unter: https://www.berlin.museum/artikel/ernst-litfass (Zugriff: 12. Oktober 2026).
Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe (o. J.) ‚Ernst Theodor Amadeus Litfass‘. Verfügbar unter: https://stiftung-historische-friedhoefe.de/ernst-theodor-amadeus-litfass/ (Zugriff: 12. Oktober 2026).

